Kapitel 10: Warum sprechen wir nicht über unseren Glauben?.
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 9: Warum Glauben so zerbrechlich ist
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 8: Die Begegnung mit Gott war anrüchig wie verbotener Sex
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 7: Mein Herz blieb vollkommen leer.
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 6: Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 5: Das Geheimnis der Gerufenen
Ich.Glaube.Das.
Die meisten Menschen halten es für verrückt, zu glauben, dass ein unsichtbarer Gott, Einfluss hat.
Wie geht es dir?
Gibt es Segen in deinem Leben und entsteht daraus etwas Fruchtbares? Schreib es auf.
Gibt es eine Wahrheit, die dir eben bewusst wurde? Bist du bereit, sie aufzuschreiben?
Ich.Glaube.Das.
Glauben macht dich unendlich viel erfolgreicher als Unglauben.
Erlebe mit, wie das Buch entsteht. Schau mir über die Schulter. Erlebe, wie dein Glauben stark wird und dein Leben erfolgreich.
Werde Teil des Buches. Ich freue mich über deine Kommentare und dein Feedback.
Ich.Glaube.Das
Eine Heldenreise in den Reichtum und ins Glück.
“Das Unmögliche ist möglich. Es ist sogar viel eher möglich als das, was wir für möglich halten.” Ulrike Dietmann
Übungsteil
Auf unserer Heldenreise in den Glauben, sind wir im Schritt 3 der Heldenreise angekommen: der Blockade. Die Blockade folgt auf den Ruf. Der Ruf hat dich in Berührung gebracht mit einer höheren Macht, einer höheren Energie, einem Gegenüber, das dich ruft. Du bist größer geworden, bewusster und inspirierter.
Meine Frage an dich: Wie fühlt sich dein Glauben jetzt gerade an? Was hat sich verändert? Nimm dir etwas Zeit, eine Antwort zu finden, eine Antwort, die ganz allein aus dir kommt.
Schreib es auf.
Was blockiert uns in unserem Glauben? Was blockiert dich? Warum fallen wir aus dem Glauben heraus? Oder finden ihn erst gar nicht?
Hier ist eine Auswahl von Gründen. Welcher trifft auf dich zu?
- Jesus, Gott, Engel, das alles ist unsichtbar. Ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich existieren oder nur Einbildung sind.
- Was bringt es mir zu beten oder in die Kirche zu gehen? Die Zeit verwende ich lieber für etwas Sinnvolles.
- Die Bibel sagt mir nichts. Das ist eine veraltete Sprache und veraltete Gedanken. Das passt nicht mehr zur heutigen Zeit.
- Es passieren so viele grausame Dinge auf der Welt. Wenn es einen Gott gibt, warum verhindert er es nicht?
- Der christliche Glaube ist eine Religion von Männern für Männer. Ich finde mich darin nicht wieder.
- Was sind vielleicht andere Gründe, warum Glauben keinen Wert für dich hat?
Schreib es auf.
Der tiefe Grund
Ich möchte dich mitnehmen in einen noch tieferen Grund, warum wir den Glauben verlieren oder erst gar nicht finden. Einen Grund, der mit einer tiefen persönlichen Erfahrung zu tun hat, die Menschen schon immer gemacht haben, die uns jedoch erst jetzt richtig bewusst wird. Sie kann uns erst jetzt richtig bewusst werden, weil unser kollektives Bewusstsein in seiner Entwicklung jetzt erst dort angekommen ist.
Ich erzähle dir dazu wieder eine Geschichte, die ich selbst erlebt habe:
Das Horse & Spirit Festival in der Schweiz war in vollem Gang. Dort begegnen Menschen Pferden in aller Freiheit und erleben tiefe Verbindung. Bei diesem Event entfaltet sich eine sehr sensible Energie unter den Menschen. Sie entsteht durch die Begegnung mit den Pferden. Dadurch, dass Pferde hier nicht mit den groben Methoden behandelt werden, die in der Pferdewelt üblich sind, sondern dadurch, dass sie gesehen werden als individuelle Wesen.
Die Menschen lernen bei dieser Veranstaltung, Pferde zu lesen. Sie lernen, die feinen Signale zu lesen, mit denen Pferde anzeigen, ob sie Nähe wollen oder Abstand. Pferde mögen die Nähe von Menschen unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass ihre Signale für Abstand sehr fein gelesen werden. Durch das Anlegen eines Ohres zum Beispiel zeigen sie an, dass eine Grenze erreicht ist. Wenn der Mensch dieses feine Signal wahrnimmt und respektiert, erfolgt meistens nach einer Weile eine Einladung des Pferdes, näher zu kommen.
Diese Art mit Pferden umzugehen ist etwas ganz Neues. Es ist erstaunlich, dass in der 3000 Jahre alten Geschichte, in der Menschen mit Pferden zu tun hatten, niemand auf die Idee kam, dass diese Wahrnehmung von Grenzsignalen das wichtigste Element im Umgang mit Pferden ist. Im Gegenteil, der traditionelle Umgang mit Pferden beruht auf Dominanz, Unterwerfung und dem Brechen des Geistes. Pferde werden gefügig gemacht, um sie zu benutzen für Transport, Krieg, Landwirtschaft oder Pferdesport.
Beim Horse & Spirit Festival, das ich seit vielen Jahren zusammen mit anderen veranstalte, erleben die Menschen etwas anderes. Sie lernen nicht nur, Pferde anders wahrzunehmen, sondern auch Menschen.
Diese Wahrnehmung von feinen Signalen, die der Körper gibt, gilt auch für den Umgang unter Menschen. Erst durch das Achten von Grenzsignalen, die der Körper anzeigt, können Menschen eine vertrauensvolle Nähe entwickeln. Das erfahren die Menschen beim Horse & Spirit Festival.
Was hat das Pferdefestival mit Glauben zu tun? Und mit Erfolg, der durch Glauben kommt?
Beim Pferdefestival entsteht eine Atmosphäre von sehr feiner Wahrnehmung, in der die Menschen Erfahrungen machen können, die im Alltag nicht so leicht möglich sind. Es entsteht eine Atmosphäre, in der sich tief verborgene Wahrheiten zeigen. Wahrheiten, die das Herz erst preisgibt, wenn genügend Vertrauen da ist, dass es nicht verletzt wird. Dazu braucht es diese Feinheit. Ich machte dort eine Erfahrung, in der ich verstand, was mich in meinem Glauben blockierte – und dadurch auch in meinem Erfolg.
Am Abend, nachdem die Workshops vorbei waren und die Menschen sich locker unterhielten und den Tag ausklingen ließen, kam eine junge Frau auf mich zu. Sie stellte sich vor als Heilerin und Medium. Ich fühlte, dass sie eine besonders feine Wahrnehmung hatte.
Sie sagte zu mir: “Wenn ich in deinem Energiefeld lese, bekomme ich gar keine Information. Es ist unzugänglich. Ich nehme eine Säule aus Licht wahr, die undurchdringlich ist.”
Meine spontane Reaktion war der Gedanke: Das ist etwas Gutes. Mein Körper weiß, wie er sich schützt. Nicht jeder soll einfach so in meinem Energiefeld lesen. Es machte mir aber auch Angst. Es berührte meine Angst, unnahbar zu sein. Menschen hatten mir das schon oft gesagt: “Du bist unnahbar.” Das ging so weit, dass, wenn ich mich in der Öffentlichkeit irgendwo hinsetzte, Menschen sich immer mit einem Abstand neben mich setzten, als spürten sie diese Unnahbarkeit.
Ich fühlte oft, wie ich eingeschlossen war in einem Kokon von Unnahbarkeit. Ich wünschte mir die Nähe von anderen, aber ich erfuhr sie nicht. Ich spürte, dass es an mir lag. Wenn sich jemand näherte, hatte ich einen starken Impuls, mich zurückzuziehen. Gleichzeitig schmerzte es mich, wenn Menschen Abstand von mir nahmen. Diese Heilerin hatte etwas gesehen und berührt, das ich sehr verborgen hielt.
Innerhalb von meinem Kokon aus Unnahbarkeit war ich sicher. Da hatte ich eine starke Verbindung zu Gott, da empfand ich sehr viel Liebe. Wenn ich meine Bücher schrieb, war ich ganz bei mir. Wenn ich mit Pferden zusammen war, erlebte ich sehr viel Nähe. Aber vor Menschen verschloss ich mich. Und das schmerzte mich. Ich konnte Gott nicht mit anderen teilen.
Ich spürte, wie ich gegenüber der Heilerin auf Abwehr ging. Sie war mir zu nahe gekommen. Ich spürte, wie ich gegenüber mir selbst auf Abwehr ging. Ich wollte diesen Schmerz des Eingeschlossenseins nicht fühlen. Die Wahrheit war jedoch schon ans Licht gekommen: Mein Selbstschutz war eine Mauer, mit der ich die Liebe auf Abstand hielt. Während ich mich gleichzeitig nach Liebe sehnte.
Warum erzähle ich diese Erfahrung, wenn es um die Frage geht, was mich von meinem Glauben abhält? Dieser Moment, in dem ich mein Eingeschlossensein so intensiv fühlte, war wie ein Weckruf für mich.
In meiner Lichtsäule, die mich umschloss, war auch mein Glauben eingeschlossen. Mein Glauben war etwas sehr Verletzbares, etwas sehr Kostbares. Er war wie ein Einhorn, das sich nur ganz reinen Seelen zeigt und das sofort wieder verschwindet, wenn es auf etwas zu Grobes trifft.
Das war der Grund, warum ich in den traditionellen Gottesdiensten kein Zuhause fand: Was ich dort erfuhr, verschloss meine Seele. Meine Seele schützte sich vor etwas, das sie nicht als heilsam und nicht als wahr empfand.
Der Grund, warum ich keinen Glauben fand, war nicht, weil Gott mir fremd war. Im Gegenteil, Er war mir so nah, dass meine Seele alles tat, um diesen kostbaren Schatz meines Glaubens vor der Grobheit meiner Umwelt zu schützen.
Ich war wie ein hochsensibles Pferd, das ganz genau signalisierte, wann es Vertrauen in die Nähe eines anderen hatte – und wann nicht.
In meiner Arbeit mit über Tausend Menschen habe ich das immer wieder erlebt: Menschen verschließen sich, um sich zu schützen. Die Mauern, die Menschen um sich herum errichten, haben einen guten Grund.
Die Begegnung mit der Heilerin war deshalb so ein Weckruf für mich, weil ich erlebte, wie ich mich schütze. Weil ich erlebte, wie dieser Schutz mich unnahbar machte. Weil ich mich schuldig fühlte, weil ich mich ungeliebt fühlte, weil ich mich als Versagerin fühlte, aufgrund meiner Unnahbarkeit.
Um erfolgreich zu sein, dachte ich, müsste ich auf Menschen zugehen, mein Herz auf der Zunge tragen, nahbar sein, und glänzende Auftritte hinlegen. Und nicht das introvertierte Wesen sein, das seine zarte Seele schützt, sich zurückzieht und unnahbar ist.
Wie konnte ich als sensibler, stiller Mensch jemals erfolgreich werden? Wie konnte mein Glauben mir jemals helfen, Menschen zu erreichen, und ihnen den Weg zu ihrem Glauben und ihrem Erfolg zeigen? Wenn mein Glauben zu sensibel war, um ihn mit anderen zu teilen?
Jetzt bist du wieder dran...
Wie geht es dir? Erkennst du dieses sensible Wesen in dir? Fühlst du, dass dein Glauben etwas so Kostbares ist, dass du nicht laut darüber sprechen möchtest? Bist du unnahbar, wenn es um deinen Glauben geht?
Schreib es auf.
Im nächsten Kapitel nehme ich dich mit in die unerwartete Lösung, die ich gefunden habe.
Weitere Kapitel
Kapitel 10: Warum sprechen wir nicht über unseren Glauben?.
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 9: Warum Glauben so zerbrechlich ist
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 8: Die Begegnung mit Gott war anrüchig wie verbotener Sex
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 7: Mein Herz blieb vollkommen leer.
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 6: Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
Ich.Glaube.Das.
Kapitel 5: Das Geheimnis der Gerufenen
Ich.Glaube.Das.