Kapitel 10: Warum sprechen wir nicht über unseren Glauben?.
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Kapitel 8: Die Begegnung mit Gott war anrüchig wie verbotener Sex
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Kapitel 6: Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
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Die meisten Menschen halten es für verrückt, zu glauben, dass ein unsichtbarer Gott, Einfluss hat.

Wie geht es dir?

Gibt es Segen in deinem Leben und entsteht daraus etwas Fruchtbares? Schreib es auf.

Gibt es eine Wahrheit, die dir eben bewusst wurde? Bist du bereit, sie aufzuschreiben?

Ich.Glaube.Das.

Glauben macht dich unendlich viel erfolgreicher als Unglauben.

Erlebe mit, wie das Buch entsteht. Schau mir über die Schulter. Erlebe, wie dein Glauben stark wird und dein Leben erfolgreich.

Werde Teil des Buches. Ich freue mich über deine Kommentare und dein Feedback.

Ich.Glaube.Das

Eine Heldenreise in den Reichtum und ins Glück.
“Das Unmögliche ist möglich. Es ist sogar viel eher möglich als das, was wir für möglich halten.” Ulrike Dietmann

Ein Mann in einem fremden Land. Er nahm mich mit in sein Haus. Wir verbrachten eine wundervolle Nacht. Am nächsten Tag, nahm er mich wieder mit in sein Haus. Er sagte: “You have to come home.”

“Du musst nach Hause kommen.”

Als ich diesen Satz hörte, “You have to come home”, traf es mich tief im Herz. Dieser Satz war die Antwort auf etwas, das ich lange gesucht hatte. Und ich hatte es nicht einmal gewusst, dass ich es suche. Ich wusste es, als ich es hörte.

In dem Moment wusste ich: Das ist mein Ruf. Mein Ruf ist es, nach Hause zu kommen. Und ich wusste, dieser Mann und sein Haus sind mein Zuhause.

Ich hatte mein Zuhause vor einigen Jahren verloren und war seither herum gezogen, ohne eine festen Ort, ohne einen Menschen, der ein Zuhause für mich war. Ich mochte das freie Leben, aber während ich so heimatlos war, hatte meine Seele einen anderen Wunsch geboren. Und ich erkannte den Wunsch in dem Moment, in dem er sich erfüllte.

Mein neues Zuhause war in Jamaika. Er und ich lebten sieben Jahre zusammen in diesem Haus. Das zu einem wahren Zuhause wurde. Zu dem Ort der Geborgenheit, an dem ich mich wie ein Baby in mich hinein kuscheln konnte. Es waren wundervolle Jahre, in denen ich sehr kreativ war. Dieses Zuhause und dieser Mann waren das Fundament für meinen Erfolg. Ich schrieb Bücher, ich baute mein Unternehmen Spirit Horse auf. Spirit Horse wurde zu einer Vision, die viele Menschen anzog und vielen Menschen ein Zuhause gab. Dieser Mann und sein Haus waren das Fundament.


In diesem Bibelzitat finde ich das wieder:
„Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch aussäte. Es ist der kleinste Samen, aber er wird zu einem ganzen Baum und in diesem Baum können andere ihre Nester bauen.”Matthäus 13: 31–32 sinngemäß

Was passiert, wenn der Ruf verloren geht?

Im siebten Jahr änderte sich etwas. Ich spürte, wie mein Gefährte sich mehr und mehr von mir entfernte. Für mich waren er und das Haus immer noch das Zuhause. Wir lebten immer noch in seinem Haus, aber das innere Haus, das wir gemeinsam bewohnten, wurde leer.

Es tat weh. Mit ihm verlor ich meinen Ruf, mein Fundament, mein Zuhause. Das Haus und er und ich hatten zusammen gehört. Es war ein langsames, unaufhaltsames Leerwerden. Jeden Tag passierten kleine Anzeichen, dass unsere Liebe immer schwächer wurde.
Er suchte nicht mehr die körperliche Nähe zu mir. Schließlich sagte er, es wäre besser, wenn ich mir einen anderen Wohnort suchen würde.

Dieses Haus war viel mehr ein Wohnort. Dieses Haus war die Quelle meiner Kraft. Wo sollte ich jetzt Kraft finden? Wo war jetzt mein Ruf?
Ein ganzes Jahr lebte ich in diesem Schmerz. Der Ruf war noch da. Ich konnte ihn nicht loslassen. Ich fragte mich, ob ich einfach mehr Ausdauer und Geduld brauchte. Ob er und ich dann das gemeinsame Zuhause wieder finden würden. Ich verstand nicht, warum das passierte.

Ist Gott jetzt verrückt? Oder warum verliere ich das Wichtigste?

In dieser Zeit erlebte ich eine ungewöhnliche Predigt von einem ungewöhnlichen jamaikanischen Prediger. Mit meiner Freundin Joy besuchte ich einen Gottesdienst, der in einem riesigen, provisorischen Zelt in Miles End, einem kleinen Ort in der Nähe von Ocho Rios stattfand. Das Zelt war brechend voll mit Gläubigen, eine Bühne war aufgebaut und daneben ein Taufbecken.

Auf einer Leinwand stand in großen Buchstaben: “Trust the foolishness of God. Vertraue der Verrücktheit Gottes.”
Ich dachte: was? Ist Gott jetzt verrückt? Bisher kannte ich Gott als allmächtig, 100% fehlerlos und ausgestattet mit einem 100% feuerfesten Plan.
Wenn Gott verrückt war, wer hatte dann überhaupt noch den Überblick? Gleichzeitig elektrisierte mich die Vorstellung. Vielleicht, dachte ich, finde ich hier eine Antwort auf meine Frage, warum mir das Wichtigste in den Händen zerrann. Warum verlor ich mein Zuhause, das so perfekt war?

Der Prediger, Michael Henry, war ein ehemaliger Athlet, der darüber hinaus eine Karriere als Sänger angestrebt hatte – bis Gott ihn gerufen hatte. Jetzt stand er auf der Bühne, stampfte auf und ab, brüllte und flüsterte und sang auch zwischendurch. Das Publikum zitterte, schrie und der Raum kochte.
Michael sprach davon, wie er immer wieder Rückfälle erlitten hatte von seinem Ruf als Prediger, Rückfälle in das Leben aus Party, Sport und Business, ein Leben aus gierigen Träumen. Wie Gott ihn immer wieder gepackt hatte und auf die Bühne gestellt. Und dass sich Gott wie Realität anfühlte. Wie etwas, gegen das er mit all seinen Talenten nicht ankam.

Ich saß in der ersten Reihe mit Joy, und hinter mir saß der Lehrer dieses Predigers, ein älterer Mann mit dem Namen, Mister Pink. Mister Pink benahm sich wie ein Fußball-Coach. Er brüllte und feuerte Michael an: “Preach it! Michael! Preach it to them”, brüllte er immer wieder. “Predige es ihnen, Michael, predige es!”

Michael auf der Bühne tobte, warf sich auf den Boden, das Mikrofon eisern in der Hand. Der Schweiß lief ihm in Strömen über das Gesicht. Es war heiß in dem Zelt in Miles End. Davon ließ sich Michael nicht aufhalten. Er predigte darüber, dass Gott verrückter war als der weiseste Mensch. Michael hatte diese Botschaft zu 100% absorbiert. Sie war in jeder seiner Zellen angekommen. Sein Ruf als Prediger war vollkommen verrückt und anders als alles, was er persönlich gewollte hatte. Aber der Ruf fühlte sich wie Realität an, während das andere nur verlockende Träume gewesen waren. Michael war angetreten, diese Botschaft zu 100% in den Herzen der Menschen landen zu lassen.
Und das tat sie. Das Zelt vibrierte, wurde unheimlich still und brach dann in Jubel aus. “Hallelujah, Hallelujah …”, schrien die Menschen. Dies waren nicht die üblichen wohl präparierten Botschaften, dies war Gott pur, der zu ihnen sprach.

„Die Verrücktheit Gottes ist weiser als der weiseste Mensch.“
(1. Korinther 1:25 sinngemäß)

Während ich zuhörte, wurde mir übel. Das passiert selten, aber wenn es mir passiert, weiß ich, dass eine tiefe Wahrheit bei mir ankommt. Eine Wahrheit, die so stark ist, dass mein Körper sie nicht gleich verdauen kann. Dass es eine größere Transformation braucht, um sie aufzunehmen. Und dass hinterher etwas ganz anders ist. Dass ich ganz anders bin.

Die Predigt von Michael Henry über die Verrücktheit Gottes traf mich so sehr, weil ich spürte, dass sie die Antwort war auf das, was gerade in meinem Leben passierte. Nicht nur das, was mit meinem Partner geschah, sondern mit allem, was ich war.

Es war nicht meine Schuld, auch nicht die meines Partners, dass wir nicht länger ein Zuhause füreinander waren. Wir hatten nichts falsch gemacht.

Es war die Verrücktheit Gottes, die mir den Boden unter den Füßen wegzog.

Es passierte jenseits der menschlichen Möglichkeiten.
Es passierte auch nicht beliebig, das konnte ich während dieser Predigt fühlen.
Gott erinnerte mich daran, dass Er die höhere Instanz war. Und dass Seine Beweggründe unzugänglich waren für mich als Menschen. Und dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, dass ich das verstand. Und dass ich das nur verstehen konnte anhand dieser drastischen Erfahrung. Durch etwas, das wirklich weh tat.

Diese Botschaft kam bei mir an, weil Michael Henry sie mit allem, was er hatte, vorlebte. Und weil sie stimmte. Für mich. In diesem Augenblick.

Diese Predigt war ein Meilenstein in meinem Glauben. Sie war nicht nur eine Antwort auf meine momentane Situation, sondern auf mein ganzes Leben, in dem mir vieles zu verrückt vorgekommen war – und trotzdem wahr.
Jetzt durfte ich verstehen, dass mein Gefühl, dass etwas wahr ist, obwohl es mir verrückt erscheint, okay war. Nachdem meine Übelkeit sich legte, kam ein tiefer Frieden über mich.

Ich schrieb Michael Henry einen Brief, in dem ich ihm dankte. Ich schrieb keine formellen Worte, sondern ich schrieb in persönlichen Worten, was er mir gegeben hatte. Tiefen echten Glauben. Er traute sich nicht nur provokante Themen aufzugreifen, sondern er brachte sie auch zu 100% unter die Menschen. Durch ihn konnten die Zuschauer Gott in seiner Verrücktheit fühlen.

Gott hatte Michael ausgewählt aufgrund seiner Talente. Seine Träume hatten sich in Realität verwandelt, weil er seine Talente jetzt nutzte, um vielen Menschen zu dienen. Um den Menschen das Wertvollste zu bringen: Glauben und inneren Frieden.

Ich besuchte mehrere von Michaels aufwühlenden Predigten. Nach einer der Predigten ging ich hinterher zu ihm. Er kannte mich inzwischen, weil ich zusammen mit Joy immer in der ersten Reihe saß. Wir umarmten uns spontan. Wir erkannten uns. Das Jackett, das er trug, war nass wie ein Schwamm. Ich werde dieses Gefühl des nassen Jacketts nicht vergessen, weil darin alles lag: Michael, sein Glauben, und seine eigene Verrücktheit. In dieser Umarmung fühlten wir beide die verrückte Gegenwart Gottes.

Ich verstand jetzt, dass Gott mich führte, auch wenn alles unsicher war. Wo war mein Ruf? Wo war mein Fundament? Aufgesogen von Gottes Verrücktheit. Ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Und darin fühlte ich tiefen Frieden.

Ich zog aus dem Haus aus. Einige Zeit später bat mein Gefährte mich, wieder einzuziehen. Ich zog wieder ein, wir hatten getrennte Schlafzimmer.

Ich schrieb stundenlang jeden Tag. Das ging wochenlang. Es war Zeit für mich, die ich genoss. Ich entdeckte viel über mich. Es war nicht spektakulär. Keine großen Antworten, keine großen Durchbrüche. Aber es machte mich reich. Ich bekam ein reiches Gefühl für mich selbst.

Manchmal machte ich Pläne, aber sie zerfielen wieder.

Eines Tages war der Moment da, in dem ich spürte, dass ich jetzt mit Gott direkt sprechen würde – und eine Antwort bekommen würde.

Ich fragte Ihn, wie es mit meiner Liebe, mit dem Zuhause, mit meinem Ruf weiter gehen würde.

Ich bekam eine Antwort. Sie war ganz klar. Sie gefiel mir nicht. Aber ich spürte auch, dass ich daran nicht vorbeikommen würde.

Gott sagte zu mir: “Du hast diesem Mann viel gegeben. Jetzt kannst du ihm nichts mehr geben. Ich habe dir diese Autorität entzogen. Ich werde mich jetzt selbst um ihn kümmern.”

Ich mochte diese Antwort nicht. Ich wollte weiter an die Liebe glauben, an eine gemeinsame Zukunft. Ich bin ein Mensch. Ich wollte mein Zuhause behalten.

Was bedeutete das für mich? Es ging nicht um ein Haus und um einen Mann, es ging um eine spirituelle Entwicklung. Für ihn und für mich.

Kurz darauf kam das Neue in mein Leben. Es war sogar schon da, wie ich später merkte. Ich hatte es nur nicht gesehen. Ein neuer Mann kam in mein Leben. Er war schon da, bevor ich die Predigt über die Verrücktheit Gottes gehört hatte. Ein neues Haus kam. Es war schon da, bevor ich die Predigt über die Verrücktheit Gottes gehört hatte. Ich konnte es nur nicht sehen. Ich musste erst in diese neue spirituelle Wahrheit hineinwachsen.
Gott hatte übernommen. Der Plan für mich war schon fertig. Deshalb konnte ich keine neuen Pläne machen. Meine Aufgabe war es nicht, eigene Pläne zu machen, sondern in die Verrücktheit des göttlichen Plans hineinzuwachsen. Gottes Plan war größer, schneller und verrückter als alles, was ich mir vorstellen konnte.


Das neue Leben kam wie ein reißender Strom.

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