Christine Schick

Erzähl mir was!

Hätte eine begabte Wahrsagerin mir in jungen Jahren prophezeit, dass ich einmal zu den Menschen gehören würde, die einen Großteil ihrer Energie ins Schreiben, insbesondere von Geschichten, investieren, hätte ich sie für verrückt erklärt. Solche literarisch-kreativen Purzelbäume hätte ich mir damals nicht zugetraut. 

Während meines Psychologiestudiums in Berlin wurde ich aber irgendwie hellhöriger für Buchstaben, Wörter, Beschreibungen, Geschichten. Da war zum einen die Erkenntnis, nicht um ein genaues Beobachten der Kommunikation herumzukommen, um Zusammenhänge zu verstehen, zum anderen das Erleben, wie gerne Menschen von sich, anderen oder einfach von irgendwelchen Begebenheiten erzählen und wie diese Form der Mitteilung einen regelrechten Sog entwickeln kann. Und zwar für beide Seiten. Erzählerinnen und Erzähler begeben sich in eine Story, paddeln intuitiv durch den Strom, bis sie kentern oder doch an der Meeresmündung ankommen, und Zuhörerinnen und Zuhörer richten all ihre Antennen auf eine sauber aufgebaute Dramatik aus. 

Allmählich wurde ich mutig, vielleicht auch ein bisschen übermütig nach dem Motto „Hey, ich erzähl dir was!“. Was nicht auszuhaltend Spannendes. Puh. Pustekuchen. Ojemine. Gar nicht so einfach. 

In kreativen Schreibkursen hieß es erstmal, eine Ahnung für die eigenen Themen zu entwickeln. Bei Ulrike hat sich dann ein weiterer Kosmos für mich erschlossen: Die Welt der Erzählmodelle, insbesondere der Heldenreise, der Figuren und der vielen feinen Zutaten für gute Geschichten. 

Seitdem lässt mich das Erzählen nicht mehr los. Wieso? Naja, bitte, wo bekommt frau einfach so die Regie über ein komplettes Ensemble überantwortet, inklusive der Zeit, in der es auf die Bühne treten soll? Wo bitte ist es möglich, Innen- und Außenwelten, Gedanken und Gefühle auf eine Weise zu erkunden, dass einem manchmal selbst noch ganz schwummerig wird? An jeder Ecke lauert Spannendes, Absurdes, Ungelöstes und Rätselhaftes. Ich komme da leicht ins Schwärmen. Weil es kaum eine andere Möglichkeit gibt, so frei unterwegs zu sein. Höchstens man heißt John Cleese beziehungsweise Monty Python und entwirft mal kurz ein „Ministry of Silly Walks“ (Ministerium für alberne Gänge), um bei der Teestunde richtig angeben zu können. Da ich aber erklärter Fan bin, weiß ich, dass die Comedy-Truppe lange und intensiv an ihren Texten und Szenen gefeilt hat. 

Das widerspricht sich auch nicht. Lust am Erzählen zu haben, sich aber mit Silben, Ausdruck bis hin zu widerspenstigen Figuren und Botschaften herumzuschlagen, ist Teil dieser wunderbaren Art und Weise über das Leben zu meditieren, es dann aber unangekündigt in die komplett andere Richtung zu schicken und sich dabei prächtig zu amüsieren. 

Lust bekommen, auch mal ein paar Freiheitsgrade aufs Papier zu streuen? Na, los! Erzähl mir was!

Ganz herzliche Grüße,

Christine  

Logo der Pegasus Schreibschule im Kurs Herztraining - Schreibkurs ins intuitive Schreiben ein.

Schreib dich frei

Christine Schick

Ich begleite dich gern im Kurs „Autobiografisches Schreiben“ 

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Ich freue mich dann und melde mich bei dir!

Ulrike Dietmann | Pegasus | Christine Schick