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März 2020

Ich habe Angst vor meinem Pferd Was tun?

Ich habe Angst vor meinem Pferd Was tun

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Ich habe Angst vor meinem Pferd Was tun?

„Hallo hier ist die Ulrike ich unterrichte Menschen darin, wahre Verbindungen zu ihren Pferden zu finden. Heute möchte ich mit dir über das Thema Angst sprechen. Das ist ein ganz großes Thema unter Pferdemenschen, weil Pferde große Tiere sind, weil sie sehr stark sind, weil sie uns überrennen können, weil sie durchgehen können, weil sie uns stark verletzen können. Deswegen ist es die erste Aufgabe von uns Pferdemenschen für Sicherheit zu sorgen, für unsere Sicherheit und für die Sicherheit unseres Pferdes, wenn wie ein junges Pferd haben oder ein neues Pferd oder ein Pferd das vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann erleben wir oft Situationen, in denen das Pferd Angst bekommt und dann haben auch wir Angst. Dann wird es schwierig, ein Pferd zu halten, weil ein Pferd ein Fluchttier ist und weil es in der Angst in Panik gerät und nicht mehr zu halten ist von uns. Was kann ich also tun, wenn diese Angst entsteht? Ich nehme einmal ein Beispiel, mein Pferd hat Angst, wenn ich es vom Hof weg führe oder wenn ich es von der Herde weg führe. Ich merke also, dass das Pferd Angst bekommt. Ich merke, dass es anfängt zu scheuen, ich merke, dass es den Hals aufrichtet. Ich merke, dass es sich anspannt, dass es sich zur Flucht bereit macht. Ich merke, dass seine Augen weit geöffnet sind. Ich bemerke also diese Anzeichen. Dabei ist es wirklich wichtig, dass ich diese Anzeichen so früh wie möglich bemerke.

Ich merke, dass mein Pferd in Angst gerät oder wenn ich merke, dass ich in Angst gerate, vielleicht, weil ich ein bestimmtes Verhalten meines Pferdes erwarte und mich wappnen möchte. Dann geht es darum, diese Situation zu überführen in eine Situation, in der ich Sicherheit finde. In Reiterkreisen ist es weitverbreitet, den Helden zu spielen, trotzdem dabei zu bleiben und diese Angst irgendwie zu überleben. Davon zeugen die vielen Geschichten, die in den Reiterstuben erzählt werden. Heldengeschichten davon, wie man in sehr Angst erregende Situationen mit Pferden geraten ist und die aber überstanden hat, und darum geht es hier wirklich nicht. Ich möchte dir wirklich etwas anderes nahelegen.

Ich möchte dir nahelegen, dass wenn du diese Angst merkst, die Angst deines Pferdes oder deine Angst, dass du dafür sorgst, dass ihr beide wieder in Sicherheit kommt. In dem Beispiel mit dem Hof, wäre es das zurückzukehren in die Nähe der Herde in die Nähe der gewohnten Umgebung in die Nähe des Stalls. Dahin, wo das Pferd sich wieder beruhigen kann, dahin, wo du dich wieder beruhigen kannst. Das heißt zu schauen, dass ihr beide wieder Ruhe findet, dass das Pferd sich entspannt, dass es den Kopf senkt, dass du merkst, dass dein Herzschlag wieder ruhiger wird. Dass ihr einen neuen Ausgangspunkt habt und dass du von dort dann erneut los gehst mit deinem Pferd und wieder bis dahin, wo du merkst, dass die Angst steigt, aber nicht zu groß wird. Du möchtest ein wenig heraus aus der Komfortzone. Du möchtest ein wenig in diese unbekannte Situation in diese Angst machende Situation hineingeraten, weil da kann man etwas lernen, da kann man lernen, mit Angst umzugehen, mit ungewohnten Situationen. Aber es ist ein ganz wichtig, nicht in die Überwältigung zu geraten. Das ist ganz wichtig und das ist deine Aufgabe als Pferdeführer und Reiter, dafür zu sorgen, dass die Situation nicht überwältigend wird, dass die Angst nicht so groß wird, dass keine Panik auftritt, sondern wieder zurückzugehen in einen Ruhezustand und dann schrittweise weiterzugehen. Wenn du so arbeitest, wenn du schrittweise immer wieder in das Unbekannte, in die Angst und dann wieder zurück in die Sicherheit gehst, dann lernt dein Pferd, dir zu vertrauen. Und dann lernt dein Pferd jedes Mal, ein Stück weiterzugehen und auch du lernst ein jedes Mal, ein Stück weiterzugehen.
Du lernst jedes Mal ein Stück mutiger zu werden, du lernst jedes Mal, etwas Neues mit deinem Pferd, dass du mehr erreichen kannst mit deinem Pferd, ungewohnte Situationen meistern kannst. Das möchte ich dir ans Herz legen, dass du das schrittweise tust, schrittweise und achtsam und
vorsichtig und immer wieder zurückkehren in die Ruhe. Probiere das aus mit deinem Pferd und
du wirst es erfahren. Du wirst sehen, wie das Vertrauen zwischen euch wächst und wie ihr immer
größere Aufgaben bewältigen könnt. Das wünsche ich dir von Herzen,
deine Ulrike“


©2020 - Ulrike Dietmann - Botschafterin der Pferde - Trainerin - Coach - Verlegerin - AutorinWorkshops & Seminare - Coaching & Ausbildung - Verlag & Bücher - Kontakt - Impressum - Datenschutzerklärung projekt & service: agentur einfachpersönlich